Die CV Dida ist eine maßgefertigte Schriftfamilie, die vom Cornelsen Verlag in Auftrag gegeben wurde. Cornelsen zählt zu den führenden Anbietern von Bildungsmedien. Das Angebot reicht von Schulbüchern für Lernanfänger bis hin zu didaktischen Inhalten für die berufliche Bildung und die Erwachsenenbildung.

Die CV Dida Familie wurde in Zusammenarbeit mit dem Schriftgestalter Botio Nikolchev entwickelt.
Die Aufgabe
Cornelsen suchte nach einer universell einsetzbaren Schriftlösung, um eine einheitliche Gestaltung über alle digitalen und gedruckten Produkte hinweg zu gewährleisten. Der Verlag wünschte sich eine Schriftart, die sich für die Darstellung von Bildungsinhalten in Büchern, E-Books, Apps und auf Websites eignet und zugleich die Marke stärkt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Gestaltung für Fließtextgrößen.
Die Herausforderung
Lehrmaterial beginnt damit, dass Kinder das Lesen und Schreiben Buchstabe für Buchstabe erlernen, und führt dann schrittweise dazu hin, dass sich junge Erwachsene mit komplexen Themen auseinandersetzen. Zudem macht jeder Lernende auf seine ganz individuelle Weise und in seinem eigenen Tempo Fortschritte. Es wurde also eine Lösung benötigt, die sowohl bei Materialien für die frühe Lernphase als auch bei solchen für fortgeschrittene oder ältere Lernende eingesetzt werden konnte.

Der Prozess
Die Entwicklung der Schriftfamilie CV Dida war ein sehr enger und intensiver Prozess in Zusammenarbeit mit dem Verlag. In jeder Phase prüfte und bewertete ein von Cornelsen benanntes Expertengremium die Praxistauglichkeit. Wir führten Drucktests und Nutzerstudien durch. Zur Unterstützung des Prozesses richteten wir eine Microsite ein, auf der alle Beteiligten Aktualisierungen verfolgen und die Schriftarten ausprobieren konnten.

Das Design
Der serifenlosen Variante wurde aufgrund ihrer breiteren Verwendung der Vorzug gegeben. Das meiste Lehrmaterial für Leseanfänger in Deutschland ist in einer Schriftart namens „Schulbuch“ gesetzt – einer Version der Helvetica. Wir entschieden uns, diese als Ausgangspunkt zu nutzen, anstatt etwas völlig Neues zu entwickeln, und schufen so eine Grotesk-Schrift, die an geometrische serifenlose Schriften erinnert, jedoch eine wärmere und freundlichere Anmutung besitzt.
Für die Serifenschrift ließen wir uns zunächst von der traditionsreichen Century Schoolbook inspirieren, um der serifenlosen Schrift einen modernen und kraftvollen Partner an die Seite zu stellen.
Das Ergebniss
Derzeit umfasst CV Dida vier Schriftvarianten, die jeweils in drei Strichstärken vorliegen: eine „Junior“-Version für Leseanfänger, die reguläre Sans-Variante für fast alle übrigen Inhalte, eine Compact-Version für platzkritische Anwendungen sowie eine Serif-Variante für längere Fließtexte.
Und es wird noch mehr folgen, Weiterentwicklungen sind im Gesamtprojekt CV Dida eingeplant.
Schriftarten für Bildungsmaterialien müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, insbesondere wenn diese Materialien auf Bundesebene entwickelt werden. Daher verfügt die Schriftart über eine Reihe alternativer Zeichen für den Einsatz in den verschiedenen Bundesländern.
Hier eine animierte Videopräsentation der Schriftfamilie CV Dida:
Links
Online Specimen
Artikel auf lettersoup.com
Hinter-den-Kulissen-Artikel von Cornelsen
Anwendungsbeispiele
CV Dida in Meine Fibel.
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